Sektgläser mit Sekt gefüllt

Ihr Lieben,

während man ein Gläschen Wein gern mal zum Essen genießt, wird der Sekt normalerweise davor kredenzt. Aber was genau trinken wir da eigentlich so gern?

Der Ursprung des Wortes Sekt ist lateinisch und leitet sich vom Wort „siccus“ (trocken) ab. In Deutschland und Österreich werden damit die sogenannten Qualitätsschaumweine bezeichnet. Das wiederum meint, dass Weine per Flaschengärung – damit das Kohlendioxid, das den Sekt so prickelnd macht, nicht entweicht – veredelt werden. Große Sektkellereien arbeiten heute allerdings nicht mehr mit einzelnen Flaschen, sondern gären ihre Schaumweine in Großraumbehältern, um einen höheren Ausstoß gewährleisten zu können.

Die Basis ist, wie auch beim Wein, eine Traube. Ist diese zu Wein vergoren, wird der Versektungsprozess eingeleitet. Dabei werden häufig viele verschiedene Grundweine zu einer Cuvee (Verschnitt) vermengt. So kann man eventuelle Eigenheiten der Grundweine miteinander kombinieren. Im Anschluss daran werden Zucker und Hefe beigefügt, um den zweiten Gärungsprozess einzuleiten, bei dem die Kohlensäure entsteht. Je nach gewünschter Qualität kann der Prozess zwischen 30 Tagen und neun Monaten in Anspruch nehmen. Manche Kellereien lassen ihren Sekt sogar noch länger gären.

Da die Traube die Basis ist, gibt es den Sekt sowohl im klassischen weiß, wie auch als roten Sekt oder Rosé-Sekt. Entsprechend ändert sich auch die empfohlene Trinktemperatur. Generell gilt, dass junge Schaumweine kühler serviert werden sollten, als ältere. Bei einem weißen Sekt sollte die Temperatur fünf bis sieben Grad betragen, bei einem Rosé sechs bis acht Grad und bei einem roten Sekt neun bis elf Grad. Egal, um welche Sorte es sich handelt: der Sekt sollte niemals im Eisfach aufbewahrt werden. Stellt Eure Flaschen stattdessen lieber in den Kühlschrank.

Manche mögen es bekanntlich süß, für andere kann es dagegen nicht trocken genug sein. Insgesamt gibt es sieben Süßegrade für Qualitätsschaumweine, die sich nach der sogenannten Versanddosage richten. Das hat nichts mit der Post zu tun, sondern bezeichnet den Zuckergehalt pro Liter Sekt. So spricht man bei 0 bis 3 Gramm von einem naturherben (brut nature), bis 6 Gramm von einem extra herben (extra brut) und bei bis zu 12 Gramm von einem herben (brut) Sekt. Zwischen 12 und 17 Gramm ist ein Sekt extra trocken (extra dry), von 18 bis 32 Gramm gilt er als trocken (dry). Hat er zwischen 33 und 50 Gramm pro Liter, bezeichnet man ihn als halbtrocken (medium dry oder demi-sec). Alles was darüber hinaus geht nennt man mild (sweet oder doux).

Das war nur eine kleine Einführung in die Welt der Schaumweine. Nach und nach werden wir hier für Euch die Geschichte des Sekts beleuchten und Euch verschiedene Arten und deren Unterschiede erläutern. Was macht zum Beispiel den Champagner so besonders und warum heißt ein ähnliches Getränk in Italien Prosecco? Bei uns bekommt ihr so neben tollen und einzigartigen Geschenken auch noch ein paar Informationen geliefert, die sich beim Schenken gut weitergeben lassen.

Viele Grüße
Sabrina